Öko-Audit

Warum auch im Handwerk?
Auch für den Mittelstand wird das betriebliche Umweltmanagement immer wichtiger. Wirtschaft und Gesellschaft sind in Umweltfragen so stark sensibilisiert, dass sich auch im Handwerk die Bemühungen, den Produktionsablauf umweltgerecht zu gestalten, direkt auf die Einstellung der Verbraucher auswirken.

Die von der Europäischen Union (EU) erlassene Verordnung über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung - kurz "Öko-Audit-Verordnung" - soll gerade mittelständische Unternehmen in die Lage versetzen, Umweltziele und Umweltverantwortung mit modernen Mitteln des Managements zu verwirklichen.

Als Anreiz wirkt jenen Unternehmen, die ihre betriebliche Umweltsituation verbessern und erfolgreich geprüft wurden, eine EU-Umweltplakette, die für nicht-produktgebundene Werbezwecke verwendet werden darf.

Wesentliche Aspekte der EU-Verordnung sind:

  • die Eigenverantwortung der Industrie für die Bewältigung der Umweltfolgen ihrer Tätigkeiten,
  • die Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und zur Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften
  • sowie die Information der Öffentlichkeit über die im Betrieb angewandten Methoden zum Schutze der Umwelt.

Trotz aller Freiwilligkeit werden sich auch kleine und mittelständische Betriebe mit den vorgenannten Fragen beschäftigen müssen. Nach einem "Schneeballsystem", das in der EU-Verordnung fest verankert ist, werden Unternehmen, denen bereits das EU-Umweltemblem verliehen wurde, verpflichtet, auch bei ihren Zulieferern auf die Einhaltung der entsprechenden Umweltschutzvorschriften zu achten.

Daher wird die Teilnahme kleiner und mittlerer Betriebe am Öko-Audit-System von seiten der Europäischen Union ausdrücklich gewünscht.

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