Ein wichtiges Standbein für das Handwerk
Der Export von Waren und Dienstleistungen in alle Welt ist das Standbein der deutschen Wirtschaft und hat sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen behaupten können. Auch das Handwerk trägt zum Exportergebnis einen gewichtigen Teil bei. Nicht selten jedoch fehlt gerade kleinen und mittleren Betrieben des Handwerks das notwendige Know-how, um an diesem Markt partizipieren zu können.
Gerade auch die neue gemeinsame Währung EURO kann und muss für das Handwerk die "Eintrittskarte" für den europäischen Binnenmarkt sein. Allerdings müssen sich die Handwerksbetriebe rechtzeitig mit den veränderten Marktsituationen und den Umstellungsfragen auseinander setzen.
Für die individuelle und branchenspezifische Lösung von Fragen, die den Export betreffen, gibt es eine Reihe bewährter Institutionen, darunter auch die Handwerkskammer Reutlingen.
Probleme aus dem Weg räumen
Oft sind es nur kleine Probleme, die es aus dem Weg zu räumen gilt - wie zum Beispiel Sprachschwierigkeiten oder bürokratische Hemmnisse. Aber auch dann, wenn es um die Vorbereitung und Durchführung mittlerer und größerer Exportaufträge geht, findet man bei den Mitarbeitern der Handwerkskammer Reutlingen oder der gemeinsamen Exportberatungsstelle Handwerk Baden-Württemberg die richtigen Ansprechpartner.
Auch bei den wirtschaftlichen Beziehungen von Handwerksbetrieben innerhalb der Europäischen Union (EU) gibt es Fragen, die nur von kompetenten Fachleuten gelöst werden können. So kann beispielsweise jeder Betrieb über das von der EU eingerichtete
Euro Info Center erfahren, welche EU-weiten Aufträge der öffentlichen Hand zur Zeit ausgeschrieben sind.
In einer umfangreichen Datenbank sind alle aktuellen Ausschreibungen gespeichert und können unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien in kürzester Zeit abgerufen werden. In dieser Datenbank sind jedoch nicht nur die laufenden Ausschreibungen gespeichert, sondern auch die Ergebnisse bereits abgewickelter Aufträge mit Preisangaben zu den einzelnen Losen.
Dass öffentliche Aufträge innerhalb der Mitgliedsländer der Europäischen Union ein äußerst interessanter Markt sein können, beweist allein die Tatsache, dass ihr Volumen bereits im Jahre 1995 etwa 0,7 Milliarden Euro betrug. Wurde bis vor kurzer Zeit nur ein geringer Teil davon grenzüberschreitend ausgeschrieben, so hat die EU mit der Verabschiedung neuer Richtlinien zum öffentlichen Auftragswesen mehr Transparenz ermöglicht und will so die Chancengleichheit für Unternehmer aus allen EU-Staaten gewährleisten.