18. Januar 2016

Sparen mit Köpfchen

Ressourcenscouts beraten Unternehmen, die ihren Verbrauch von Wasser, Material, Abfall oder Energie optimieren wollen. Das Land fördert die Umsetzung mit zinsgünstigen Darlehen und will sich künftig auch an den Beratungskosten beteiligen.

Lupe
Foto: AMH online

Laut dem Statistischen Bundesamt ist das Material mit über 40 Prozent der größte Kostenfaktor im verarbeitenden Gewerbe. Eine Stellschraube also, an der sich betriebswirtschaftlich einiges gewinnen lässt. Nicht anders sieht es bei den Strom und Gas, Wasser oder den Abfällen aus.

„In jedem Betrieb gibt es Potenzial, Ressourcen einzusparen, die man oft selbst aus Zeitmangel oder fehlender Expertise nicht bemerkt“, meint Ines Bonnaire, Umweltberaterin der Handwerkskammer Reutlingen. Oft amortisieren sich die empfohlenen Maßnahmen innerhalb weniger Jahre.

Hilfe bieten Ressourcenscouts. Sie nehmen die betrieblichen Abläufe in der Produktion unter die Lupe und erarbeiten maßgeschneiderte Vorschläge, wie und wo der Umgang mit Energie, Rohstoffen und Umwelt optimiert werden kann. Die Erfahrung zeigt, dass bereits mit geringen Investitionen einiges bewegt werden kann.

Land fördert Investitionen

Mit dem Ressourceneffizienz-Förderprogramm der L-Bank können die von den Scouts vorgeschlagenen Maßnahmen zinsgünstig finanziert werden. Auch die Beratung selbst dürfte künftig unterstützt werden: Im Zuge der Neufassung des Programms Klimaschutz-Plus will das Land Baden-Württemberg Ressourcenscout-Beratungen bezuschussen – im Raum steht eine Übernahme von 50 Prozent der Kosten bis zu maximal 400 Euro pro Beratungstag.

Wer ist Ressourcenscout?

Ressourcenscouts kommen aus der Praxis. Es handelt sich um Handwerker, Ingenieure und Architekten, die sich berufsbegleitend zu Experten in Sachen Effizienz weitergebildet haben. Das Konzept wurde vom Baden-Württembergischen Handwerkstag und seinen Projektpartnern entwickelt. Aktuell stehen landesweit 27 Ressourcenscouts zur Verfügung.

Ressourcenscouts finden

Die Ressourcenscouts  sind auf der Internetseite zum Projekt gelistet.

Ansprechpartnerin zum Thema ist Ines Bonnaire, Umweltberatung, Telefon 07121 2412-143, E-Mail: ines.bonnaire(at)hwk-reutlingen.de.

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