Serie "Mitarbeiter? Find' ich! Halt' ich!

Foto: Handwerkskammer / Argum


Fünf Tipps zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit

Von Unzufriedenheit im Betrieb war bestimmt jeder schon einmal betroffen. Auslöser hierfür gibt es viele, wie zum Beispiel ein hohes Arbeitspensum oder schlechte Stimmung im Team. Mona Werz, Personalberaterin der Handwerkskammer Reutlingen hat fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie die Zufriedenheit in der Belegschaft steigern können.


Tipp 1: Reden, reden, reden

Wichtig ist, sich mit den Mitarbeitern regelmäßig auszutauschen. Dabei sollte es nicht nur um die Tagesplanung gehen, sondern auch darum, ein Stimmungsbild des Mitarbeiters zu erhalten, um bei Bedarf sofort gegenwirken zu können. „Wo drückt der Schuh“, „was kann ich für Sie tun“ sind dabei beispielhafte Fragen, die echtes Interesse am Mitarbeiter signalisieren und die aufkommende Unzufriedenheit möglicherweise zu Beginn gleich mildern können.

Tipp 2: Arbeit organisieren

Zu viel Arbeit kann definitiv zu Unzufriedenheit führen. Allerdings trägt auch das Gegenteil zu einer gedrückten Stimmung im Betrieb bei. Die Führungskräfte sollten also darauf achten, dass die Mitarbeiter entsprechend der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen adäquat eingesetzt werden und dabei auch die Möglichkeit haben, ihre Ideen einzubringen.

Sollte über das Jahr verteilt Mehrarbeit anfallen, bietet sich ein Arbeitszeitkonto an, auf dem Mitarbeiter ihre Plusstunden gutschreiben können. Diese können dann wiederum in Monaten mit weniger Arbeit bei einer gleichbleibenden Gehaltszahlung abgebaut werden.

Tipp 3: Für Teamzusammenhalt sorgen

„Zusammen ist man weniger allein“ wie dieser Spruch verdeutlicht, sind es häufig die Kollegen, die auch unliebsame Arbeit erträglich machen. Wichtig ist, dass Handwerksunternehmen ein Auge auf diesen Teamzusammenhalt haben.

Sobald sie feststellen, dass die Stimmung kippt, sollte schnellstmöglich gegengesteuert werden, zum Beispiel in Form eines gemeinsamen Teamworkshops. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden, wobei es empfehlenswert ist, sich am Ende auf gemeinsame Teamregeln zu verständigen.

Allerdings darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen, weshalb sich hierfür ein anderer Ort als der Betrieb anbietet. Ob Tagungshotel oder ein Ausflug ins Grüne – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Es gilt, auch die Mitarbeiter einzubinden und deren Präferenzen abzufragen.

Tipp 4: Information und Kommunikation

Information und Kommunikation sind Dauerbrenner bei der Personalarbeit, denn vielfach sind es fehlende Informationen gepaart mit einer unzureichenden Kommunikation, die Unzufriedenheit auslösen.

Betriebe sollten daher alle Möglichkeiten nutzen, um die Belegschaft auf dem aktuellen Stand zu halten. Das kann die gemeinsame Morgenrunde sein, aber auch ein schwarzes Brett, eine Pinnwand oder Ähnliches im Aufenthaltsraum, die Informationen zu Projekten oder zur Urlaubsplanung enthält.

Ebenfalls erleichtern Mobiltelefone die gegenseitige Kommunikation. Besonders attraktiv ist für die Mitarbeiter, wenn das Arbeitstelefon gleichzeitig zur privaten Nutzung überlassen wird. Dadurch kann im Ergebnis der Kommunikationsfluss erhöht und dem Mitarbeiter Wertschätzung entgegengebracht werden.

Tipp 5: Bei Unklarheiten fragen

Wie die Beispiele verdeutlichen, gibt es kein Pauschalrezept, um die Zufriedenheit im Betrieb zu steigern. Wichtig ist, sich als Unternehmer dem Thema anzunehmen und echtes Interesse an den Mitarbeitern zu zeigen. Denn häufig sind es die kleinen Dinge, die am Ende viel ausmachen.

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Ansprechpartnerin

Werz, Mona

07121 2412-132