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Dieselfahrzeuge: Bund fördert Nachrüstung

Das Bundesverkehrsministerium fördert die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Transportern und LKW. Allerdings dürfte es noch ein wenig dauern, bis Handwerker einen Werkstatttermin vereinbaren können. Der Grund: die Prüfung und Genehmigung der Nachrüstsysteme durch das Kraftfahrtbundesamt ist noch nicht abgeschlossen.

Anträge können ab sofort gestellt werden. Wer seine Fahrzeuge in jedem Fall nachrüsten lassen möchte, sollte dies tun, denn das Programm ist zunächst für die Jahre 2019 und 2020 aufgelegt. Nach Angaben des Ministeriums stehen rund 333 Millionen Euro für die Förderung der Hardware-Nachrüstung zur Verfügung.

Wie wird gefördert?

Die Förderung ist je nach Fahrzeugmasse und dem Datum der Antragstellung gestaffelt. Pro Fahrzeug wird ein Zuschuss von 40 bis 60 Prozent ( je nach Größe des Unternehmens) der Nachrüstkosten gewährt. Der Höchstbetrag bei Fahrzeugen unter 3,5 t ist auf 3.800 Euro und bei den Fahrzeugen ab 3,5 Tonnen auf einen Höchstbetrag von 5.000 Euro bei einer Antragstellung bis zum 31. Mai 2019 bzw. auf einen Höchstbetrag von 3.000 Euro bzw. 4.000 Euro bei einer Antragstellung ab dem 1. Juni 2019 begrenzt.

Die Zuwendung wird pro Fahrzeug als nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss gewährt. Laufende Betriebskosten im Anschluss an die erfolgte Nachrüstung sind nicht förderfähig.

Wer ist förderberechtigt?

Förderberechtigt sind Fahrzeughalter mit gewerblich genutzten Fahrzeugen von 2,8 bis 7,5 Tonnen, die ihren Firmensitz in einer der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Städte oder den angrenzenden Landkreisen haben sowie gewerbliche Fahrzeughalter, deren Firma nennenswerte Aufträge - 25 Prozent und mehr des Gesamtvolumens - in der jeweiligen Stadt hat.

Für den Kammerbezirk bedeutet dies: Alle Fahrzeughalter aus den Städten Reutlingen und Tübingen, den Landkreisen Reutlingen und Tübingen sowie den Kreisen Sigmaringen und Zollern-Alb und Freudenstadt können in den Zuschuss nutzen.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Umrüstung (Kosten für System und Einbau) gewerblich genutzter Dieselfahrzeuge N1 und N2 der Schadstoffklassen Euro 3, 4, 5 und 6 (2,8 bis 3,5 t) sowie Euro I, II, III, IV, V und EEV (3,5 bis 7,5 t).

Antrag stellen

Die Antragsformulare gibt es bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

  Förderung der Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen

In Kürze soll auch der elektronische Weg über das Förderportal des Bundes "easy online" möglich sein.

Elektronisches Formularsystem

In Baden-Württemberg wurde eine Kompetenzstelle beauftragt, die Unternehmer bei der Antragstellung unterstützt und Fragen zum Programm beantwortet:

Trapico Schieneninnovations GmbH
Andreas Vetter, Telefon 07821 270294, E-Mail: andreas.vetter[at]trapico.de

Ansprechpartner

Bonnaire, Ines

07121 2412-143