Überbrückungshilfe des Bundes


Grafik: Hurca! / Adobe Stock

Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Mit der Überbrückungshilfe greift der Bund allen Unternehmen unter die Arme, die aufgrund der Corona-Pandemie ihre Tätigkeit einstellen oder erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Das zunächst bis September 2020 befristete Programm wurde nun für die Monate September bis Dezember 2020 verlängert. Gleichzeitig wurden die Förderung ausgeweitet sowie die Zugangsbedingungen vereinfacht. Anträge können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.

Wer bekommt die Überbrückungshilfe?

  • Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb

Die Voraussetzungen gelten als erfüllt, wenn der Umsatz

  • in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent eingebrochen ist oder
  • im Zeitraum April bis August 2020 um durchschnittlich 30 Prozent gesunken ist.

Was wird gefördert

Förderfähig sind fortlaufende Fixkosten, also beispielsweise Mieten und Pacht, Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Leasingraten, die Ausgaben für Versicherungen sowie für Strom, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen. Auch die Kosten für Auszubildende können miteinbezogen werden, ebenso pauschal 20 Prozent der Personalkosten, sofern kein Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen wird.

Höchstgrenze der Förderung

Neu: Die bisherige Deckelung der Überbrückungshilfe für kleine Unternehmen nach der Beschäftigtenzahl entfällt ab September 2020. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.

Informieren und Antrag stellen

 Überbrückungshilfe des Bundes

Worauf bei der Antragstellung zu achten ist

Die Antragstellung erfolgt durch einen prüfenden Dritten. Unternehmen können also den Antrag nicht selbst stellen, sondern benötigen einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt, der die Plausibilität der Angaben zu Umsatzausfällen und Fixkosten prüft. Darüber hinaus berät er den Antragsteller bei Fragen zu Antragsvoraussetzungen und zum Antragsverfahren.

Wie viel Überbrückungshilfe wird gewährt?

Umsatzrückgang (Fördermonat gegenüber Vorjahresmonat)Überbrückungshilfe
zwischen 30 und 50 Prozent40 Prozent der förderfähigen Fixkosten
zwischen 50 und 70 Prozent60 Prozent der Förderkosten
mehr als 70 Prozent90 Prozent der förderfähigen Kosten

Landeszuschuss zu Lebenshaltungskosten

Lebenshaltungskosten oder der Unternehmerlohn sind von der Überbrückungshilfe des Bundes ausgenommen. Aus diesem Grund stockt das Land die Bundesförderung um einen fiktiven Unternehmerlohn auf. Der Zuschuss ist gestaffelt nach den jeweiligen Umsatzrückgängen.

  • 590 Euro bei Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent und unter 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • 830 Euro bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • 1.180 Euro bei Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat

Hinweis: Eine gesonderte Antragstellung ist nicht erforderlich. Der Landeszuschuss kann gemeinsam mit der Bundesförderung beantragt werden.

Wer zahlt die Hilfe aus?

Wie schon die Corona-Soforthilfe wird auch die Überbrückungshilfe durch das Land administriert. Mit der Abwicklung des Programms ist die L-Bank beauftragt.

Überbrückungshilfe Corona

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg informiert über das Bundesprogramm und den Landeszuschuss.

 Überbrückungshilfe Corona

Ansprechpartner

Weinhold, Sylvia

07121 2412-133