Allgemeines zur Überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA)

Die Planung der ÜBA-Zeiten erfordert eine gute Übersicht.

Wo finden die ÜBA-Kurse statt?

Die Kurse finden im Bildungs- und Technologiezentrum Tübingen der Handwerkskammer oder im Auftrag der Kammer an anderen Einrichtungsstätten statt.

Freistellung des Auszubildenden für die Teilnahme an der ÜBA

Der Ausbildungsbetrieb ist gem. § 15 BBiG gesetzlich verpflichtet, den Auszubildenden für die Teilnahme zu den vorgeschriebenen ÜBA-Kursen freizustellen.

In diesem PDF finden Sie weitergehende Informationen.

Kosten der überbetrieblichen Ausbildung

Die Kosten für die ÜBA-Kurse trägt der Ausbildungsbetrieb und wird im Umlageverfahren mit dem Beitragsbescheid erhoben. Diese Kosten werden durch

  • Bundeszuschüsse (nur die Fachstufenkurse)
  • Landeszuschüsse (alle Kurse)
  • sonstige Zuschüsse (z. B. BG Holz) gesenkt.

Eine Verpflichtung des Lehrlings, die Kosten der überbetrieblichen Ausbildung zu zahlen ist unzulässig, da der Lehrling nach dem Willen des Gesetzgebers grundsätzlich von allen Ausbildungskosten freizustellen ist. Ergänzende Informationen zu den Kosten für die Unterkunft finden Sie hier.

Werkstätten

Unsere Werkstätten sind mit den neuesten Geräten und der modernsten Technologie ausgestattet, um Sie marktgerecht ausbilden zu können. Dabei ist es egal, ob Sie in Ausbildung sind oder zu uns zu einem Lehrgang/Seminar/Kurs kommen: Sie profitieren in jedem Fall von unserer Kompetenz und Qualität!

Bitte wählen Sie die Werkstatt aus, über die Sie mehr erfahren möchten.

Unterkunft für ÜBA-Teilnehmer

Neue Unterkunft für ÜBA-Teilnehmer seit 2015

Das Wohnheim (Eduard Spranger Haus) in Derendingen musste aus brandschutzrechtlichen Gründen im Oktober 2012 geschlossen werden. Es wurde ein Ausweichquartier für die Auszubildenden organisiert bis das Wohnheim saniert oder neu gebaut wird.

Bei dem Ausweichquartier handelte es sich um das Jugendgästehaus des Internationalen Bundes in der Rommelsbacher Straße in Reutlingen. Ab Januar 2015 werden die Auszubildenden im Carlo Schmid Haus des Internationalen Bundes in der Rudolf-Harbig-Straße in Reutlingen untergebracht.

Insbesondere die sanitären Anlagen (Dusche und WC) wurden in den 2-Bettzimmern komplett neu installiert und bieten den Auszubildenden damit gegenüber der bisherigen Unterbringung mit Etagenduschen und -toiletten einen höheren Standard.

Zudem eröffnet die Lage des Wohnheims im Naherholungsgebiet Markwasen in Reutlingen den Auszubildenden nach den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Auch stehen Freizeiträume und Gemeinschaftsküchen zur Verfügung.

Was Sie beachten müssen

  • Das Jugendgästehaus befindet sich in Reutlingen.
  • Die Unterbringung wird vom Jugendgästehaus organisiert.
  • Es ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich. Die schriftliche Anmeldung muss mindestens zwei Wochen vor Anreise erfolgen. Bei kurzfristigen Nachmeldungen bitte mit dem Internationalen Bund in Kontakt treten!
  • Bei Nichtanreise werden die entstehenden Kosten in Rechnung gestellt. Bitte daher das Jugendgästehaus rechtzeitig informieren.
  • Teilnehmer an zweiwöchigen Kursen können über das Wochenende im Jugendgästehaus wohnen. Diese Kosten müssen selbst bezahlt werden.
  • Bei Anreise wird eine Kaution in Höhe von 20 Euro fällig.
  • Wer seinen Zimmerschrank verschließen möchte, der sollte ein Vorhängeschloss (Durchmesser 8mm) mitbringen.
  • Frühstück und Abendessen gibt es im Jugendgästehaus. An den Unterrichtstagen kann wie bisher die Kantine des Eduard-Spranger-Hauses für den Mittagstisch genutzt werden.
  • Wer den Transferbus zwischen Reutlingen und Tübingen nutzen möchte, muss dies unbedingt auf der Anmeldung angeben. Der Bus fährt täglich um 6:45 Uhr von Reutlingen nach Tübingen und um 15:25 Uhr beziehungsweise freitags um 13:15 Uhr wieder zurück.

 Ansprechpartner:
Clemens Riegler
Magister Artium, MBA
Leiter Bildungsakademien Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen und Tübingen
Bildungsakademie Tübingen
Raichbergstraße 87
72072 Tübingen

Telefon 07071 9707-11
Telefax 07071 9707-70
clemens.riegler[at]hwk-reutlingen.de

Den Lehrabbruch vermeiden

Erfolgreich ausgebildet - Ausbildungsqualität sichern

Jede fünfte Lehre wird abgebrochen. Die Gründe sind vielfältig, die Folgen gravierend: 30 Prozent der Abbrecher bleiben ohne Berufsabschluss. Für einen Ausbildungsbetrieb ist jeder Abbruch immer auch eine teure Angelegenheit.

Der überwiegende Teil der Abbrüche ließe sich durch Beratung und praktische Hilfen vermeiden. An diesem Punkt setzt die Ausbildungsbegleitung der Handwerkskammer Reutlingen an. Wir wollen Auszubildende und Unternehmen unterstützen, schwierige Situationen im Betrieb, an der Berufsschule und auch außerhalb zu meistern – und dazu beitragen, dass mehr Jugendliche ihren Berufsabschluss erreichen.

Abbrüche haben viele Ursachen

Probleme in der Ausbildung können viele Ursachen haben: der Start in das Berufsleben bringt viel Neues mit sich, Konflikte mit Ausbildern und Kollegen, Überforderung an der Berufsschule. Häufig sind es auch die persönlichen Lebensumstände des Auszubildenden, etwa psychische Krisen, Trennungen oder Drogen- und Alkoholprobleme, die den Ausbildungserfolg gefährden.

Unser Angebot

Wir unterstützen Auszubildende und Betriebe in schwierigen Situationen: als Schlichter in Streitfällen, als Berater rund um das Thema Ausbildung, als Koordinierungsstelle und vor allem mit praktischen Hilfen. Unser Angebot orientiert sich an dem, was im Einzelfall gebraucht wird. Die Maßnahmen werden gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet und umgesetzt.

  • Beratung
  • Krisenintervention, Schlichtung
  • Schulungsmaßnahmen für Ausbilder und Auszubildende
  • Suchtprävention
  • Einzelfallbegleitung
  • Elternarbeit, Alltagshilfen und mehr

Unser Netzwerk

Unser Ausbildungsbegleiter arbeitet eng mit den Beratern der Handwerkskammer und den Lehrkräften an Berufsschulen zusammen. Darüber hinaus steht er in Kontakt mit der Agentur für Arbeit, den Kommunen, der Jugendhilfe, der zentralen Koordinierungsstelle und allen anderen Unterstützen vor Ort.

Förderer

Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert.

 Ansprechpartner:
Martin Hönes
Diplom-Sozialpädagoge
Ausbildungsabteilung
Handwerkskammer Reutlingen
Hindenburgstraße 58
72762 Reutlingen

Telefon 07121 2412-269
Telefax 07121 2412-426
martin.hoenes[at]hwk-reutlingen.de

Ausländische Abschlüsse

Wer über einen ausländischen Berufsabschluss verfügt, hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, diese Qualifikationen auf Gleichwertigkeit mit einem deutschen Beruf hin überprüfen zu lassen. Die Handwerkskammer Reutlingen ist für die Anerkennung von handwerklichen Berufsabschlüssen in den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalb zuständig.

Kostenlose Erstberatung

Interessenten sollten in jedem Fall unsere kostenlose Erstberatung nutzen. Die Servicestelle der Handwerkskammer Reutlingen hilft, den passenden inländischen Referenzberuf zu finden, informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten zur Weiterbildung. Im Anschluss an dieses Beratungsgespräch können Sie den Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung stellen.

Das Verfahren

Die Handwerkskammer prüft, ob wesentliche Unterschiede zwischen Ihren Berufsqualifikationen und einem deutschen Abschluss bestehen. Erlauben die vorliegenden Unterlagen keine abschließende Prüfung, können ergänzend ein Fachgespräch oder ein Arbeitsprobe herangezogen werden. Ist eine hohe Übereinstimmung mit einem deutschen Berufsabschluss gegeben, stellt die Kammer eine Gleichwertigkeitsbescheinigung aus.

Wenn keine Gleichwertigkeit attestiert werden kann, erhalten Antragsteller eine Beschreibung der wesentlichen Unterschiede. Antragssteller, die ein zulassungspflichtiges Handwerk ausüben wollen, werden darüber informiert, wie sie die Gleichwertigkeit erreichen können (Eignungsprüfung, Qualifizierung)

Kosten

Das Verfahren ist gebührenpflichtig. Die Mindestgebühr beträgt zurzeit 100 Euro. Die Kosten können allerdings deutlich höher ausfallen, wenn zum Beispiel die Kompetenzen und Qualifikationen aufgrund fehlender Nachweise nachträglich festgestellt werden müssen. Die Höchstgrenze liegt bei 600 Euro. Hinzu kommt gegebenenfalls das Honorar für einen Dolmetscher.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten können vorab in einem unverbindlichen Beratungsgespräch geklärt werden

Downloads und Links

 

Faltblatt zum Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz

Merkblatt zum Verfahrensablauf (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung

Weitere Informationen

Die wichtigsten Informationen des Portals „Anerkennung in Deutschland“ gibt es seit Kurzem neben Deutsch und Englisch in weiteren Sprachen – nämlich auf Italienisch, Polnisch, Rumänisch Spanisch und in Zukunft auch auf Türkisch. Den „Anerkennungs-Finder“ wird es allerdings aufgrund der Größe und Dynamik der Datenbank weiterhin nur auf Deutsch und Englisch geben.

Anerkennung in Deutschland - Internetportal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Informationsportal des Bundeswirtschaftsministeriums

Netzwerk Integration durch Qualfizierung Baden-Württemberg

 Informationsbroschüre "Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen im Handwerk" (BMWi und ZDH)

Ansprechpartner
Karl-Heinz Goller
Telefon 07121 2412-261
E-Mail
karl-heinz.goller[at]hwk-reutlingen.de

Martin Hönes
Telefon 07121 2412-269
E-Mail
martin.hoenes(at)hwk-reutlingen.de

Ausbildungsordnungen

Die Ausbildungsordnungen sämtlicher Berufe finden Sie bei der Agentur für Arbeit unter: Berufenet

  • Sie können den Beruf unter der Suche von A-Z auswählen.
  • Sie können die Suche filtern nach Ausbildungsberufen.

Wenn Sie Ihren Beruf gefunden haben, klicken Sie diesen an. Jetzt können Sie sich unter dem Punkt "rechtliche Regelungen" die jeweils aktuell gültige Ausbildungsordnung für Ihren Beruf anschauen oder ausdrucken.