Corona-Wirtschaftshilfen für Betriebe


Grafik: Hurca/Adobe Stock

Aktuelles

Corona- Wirtschaftshilfen bis zum 30. Juni 2022 verlängert

Der Bund hat die Hilfen für Unternehmen, die unter coronabedingten Einschränkungen leiden, erneut um drei Monate bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Damit decken die Programme nun auch den Zeitraum Januar bis Juni 2022 ab. Damit wurde eine wichtige Forderung des Handwerks erfüllt. Denn einge Handwerksbranchen werden auf weiterhin auf Unterstützung angewiesen sein.

Die Überbrückungshilfe IV wird zu unveränderten Bedingungen fortgeführt. Unternehmen, die bereits Anträge auf Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis März 2022 gestellt haben, können ab Anfang April mittels Änderungsantrags eine Verlängerung für die Monate April bis Juni beantragen, sofern ihre coronabedingten Umsatzrückgänge (im Vergleich zu 2019) andauern. Zu beachten ist, dass Unternehmen bei Stellung eines Änderungsantrags keine Abschlagszahlungen erhalten. Abschlagszahlungen erhalten nur die Unternehmen, die für das 1. Quartal keinen Antrag auf Überbrückungshilfe IV gestellt haben und damit für das 2. Quartal einen Erstantrag stellen werden.

Auch die Neustarthilfe 2022, die sich an Soloselbständige richtet, wird bis Juni 2022 verlängert. Soloselbständige, die auch für das 2. Quartal 2022 Ansprüche anmelden wollen, müssen einen Neuantrag stellen; die Möglichkeit von Änderungsanträgen gibt es nicht.

Anträge für die Überbrückungshilfe III Plus konnten bis zum 31. März 2022 gestellt werden. Schlussabrechnungen für bereits abgelaufene Hilfsprogramme (Überbrückungshilfe I – III, November- und Dezemberhilfe) müssen bis zum 31. Dezember 2022 eingereicht werden.

Die Antragsfrist für Erstanträge in der Neustarthilfe (1. Quartal) endet am 30. April 2022.

Detaillierte Informationen zur Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022 finden Betriebe unter ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Land verlängert fiktiven Unternehmerlohn bis Juni 2022

Auch für das Bundesprogramm "Überbrückungshilfe IV" gewährt das Land Baden-Württemberg weiterhin einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten, den fiktiven Unternehmerlohn. Der Ministerrat hat am 29. März 2022 die Verlängerung der Förderung bis zum 30. Juni 2022 beschlossen.

Die Landesförderung richtet sich insbesondere an Inhaber von Personengesellschaft und Einzelunternehmer, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe. Im Rahmen der ergänzenden Förderung wird für die Monate Januar 2022 bis Juni 2022 ein fiktiver Unternehmerlohn mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 1 000 Euro für jeden Monat, in dem ein Anspruch auf Überbrückungshilfe besteht, gewährt.

Voraussetzung ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019.

Der fiktive Unternehmerlohn kann wie bisher im Rahmen der Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV auf der Plattform des Bundes beantragt werden.

Antragsfrist für den fiktiven Unternehmerlohn: 15. Juni 2022:

Wichtige Informationen für Antragsteller

Antragsberechtigt sind grundsätzlich nur Unternehmen, die einen coronabedingten Umsatzrückgang in der vorgeschriebenen Höhe nachweisen können. Nicht als coronabedingt gelten beispielsweise Umsatzeinbrüche, die auf wirtschaftliche Faktoren allgemeiner Art zurückzuführen sind. Dazu zählen beispielsweise Liefer- oder Materialengpässe oder auch Umsätze beziehungsweise Zahlungseingänge, die darauf zurückzuführen sind und sich lediglich zeitlich verschieben. Ebenso sind Umsatzeinbrüche, die sich aufgrund von Schwierigkeiten in der Mitarbeiterrekrutierung ergeben, nicht coronabedingt.

Laufzeiten und Fristen der Programme

Laufende Programme

ProgrammEnde der Antragsfrist
Neustarthilfe (Januar bis Juni 2021)
Endabrechnung für Direktantragstellende bis 31. Dezember 2022 über das Online-Tool auf der Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
Die Frist für die Einreichung der Endabrechnung über Prüfende Dritte ist der 31. Dezember 2022
beendet
Neustarthilfe Plus (Juli bis September 2021 und Oktober bis Dezember 2021)
Endabrechnung bis zum 30. Juni 2022 für direkt antragstellende Empfänger über das Online-Tool auf der Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
Prüfende Dritte können die Endabrechnung bis zum 31. Dezember 2022 einreichen
Die Frist für anfallende Rückzahlungen endet für Direktantragstellende am 31. Dezember 2022
beendet
Überbrückungshilfe IV (Januar bis März 2022 und April bis Juni 2022)
Erst- und Änderungsanträge nur über Prüfende Dritte möglich
Die Schlussabrechnung muss nach Ablauf des letzten Fördermonats bzw. nach Bewilligung, spätestens jedoch bis 31. Dezember 2022 vorgelegt werden
Erst- und Änderungsanträge
verlängert bis 15. Juni 2022
Neustarthilfe 2022 (Januar bis März 2022 und April bis Juni 2022)
Die Frist für Erstanträge für das erste Quartal endet am 30. April 2022. Direktantragstellende müssen eine Endabrechnung bis spätestens 30. Juni 2022 einreichen.
Endabrechnungen, die von Prüfenden Dritten eingereicht werden, müssen bis zum 31. Dezember 2022 vorliegen
Erstanträge für das erste Quartal bis 30. April 2022
Fristen für das zweite Quartal noch nicht bekannt

Beendete Programme

ProgrammEnde der Antragsfrist
November- und Dezemberhilfe
Schlussabrechnung bis spätestens 31. Dezember 2022, wenn der Antrag über einen prüfenden Dritten gestellt wurde. Bei Direktanträgen erfolgt keine Schlussabrechnung.
beendet
Überbrückungshilfe II
Schlussabrechnung über den prüfenden Dritten bis spätestens 31. Dezember 2022
beendet
Überbrückungshilfe III (November 2020 bis Juni 2021)
Schlussabrechnung über den prüfenden Dritten bis spätestens 31. Dezember 2022
beendet
Überbrückungshilfe III Plus (Juli bis Dezember 2021)
Schlussabrechnung über den prüfenden Dritten bis spätestens 31. Dezember 2022
beendet

Die Programme im Einzelnen

Überbrückungshilfe IV

Mit der Überbrückungshilfe IV unterstützt die Bundesregierung auch weiterhin Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Umsatzgrenze entfällt für von Schließungsanordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt betroffene Unternehmen sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche). Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus.

Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen wie die Reisebranche oder die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft können zusätzliche Förderungen beantragen. Bei Erstantragstellung werden Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt (maximal 100.000 Euro pro Monat beziehungsweise insgesamt bis zu 300.000 Euro).

Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet zunächst vom 1. bis 31. Januar 2022 Überbrückungshilfe IV beantragen.

Hinweise: Die Überbrückungshilfe IV kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung im Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent. Die Konditionen entsprechen denen der Überbrückungshilfe III. Zusätzlich wird eine Restart-Prämie gewährt. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge zum Förderzeitraum Juli bis Dezember endete am 31. März 2022. Seit 22. Oktober 2021 konnten prüfende Dritte auch die Kontoverbindung ändern. Die diesbezügliche Frist wurde ebenfalls auf 31. März 2022 verlängert.

Die Neustarthilfe Plus unterstützt u.a. Solostelbständige bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

Mehr zu den Programmen

Weitere Informationen und Antragstellung unter
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 Infoblatt "Übersicht zum Antragsverfahren"

Neustarthilfe 2022

Mit dem Programm Neustarthilfe 2022 werden Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 unterstützt. Der Vorschuss beträgt wie bei der Neustarthilfe Plus maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften.

Die Neustarthilfe 2022 richtet sich dabei insbesondere an Soloselbständige, die nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe IV daher nicht in Frage kommt. Deswegen wird der Berechnung der Neustarthilfe 2022 auch lediglich der Umsatz im Vergleichs- und im Förderzeitraum zugrunde gelegt, nicht jedoch die Betriebskosten. Die Verwendung der Neustarthilfe 2022 ist insofern auch nicht nachzuweisen.

Die Antragsfrist für Erstanträge des 1. Quartals 2022 endete am 30. April 2022. Das Programm wurde bis Juni 2022 verlängert. Die neue Frist für Erstantrge läuft bis zum 15. Juni 2022. Für noch nicht beschiedene Anträge wird ab dem 13. Juni 2022 ein fristwahrender (vorläufiger) Bescheid verschickt, der vor dem 30. Juni 2022 abgerufen werden muss. Die Bewilligungsverfahren laufen weiter.

Land ergänzt Überbrückungshilfe um fiktiven Unternehmerlohn

Das Land Baden-Württemberg hat den fiktiven Unternehmerlohn als Ergänzung zu den Corona-Hilfen des Bundes nochmals verlängert. Die Förderung läuft parallel zum Bundesprogramm Überbrückungshilfe IV bis zum 30. Juni 2022. Der Zuschuss von pauschal 1.000 Euro pro Monat wird für die Monate Juli bis Dezember 2021 gewährt, sofern ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Der Zuschuss kann auch von Inhaberinnen und Inhabern von Personalgesellschaften und Einzelunternehmen zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV beantragt werden. Damit schließt das Land eine Förderlücke, da Unternehmer die Neustarthilfe des Bundes, die ebenfalls eine solche Pauschale vorsieht, nicht gleichzeitig mit der Überbrückungshilfe in Anspruch nehmen können. Allerdings ist es nicht möglich, die Neustarthilfe mit dem Landeszuschuss zu kombinieren.

Hinweis: Eine gesonderte Antragstellung ist nicht erforderlich. Der Landeszuschuss kann gemeinsam mit der Bundesförderung beantragt werden.

Bund und Länder legen Härtefallfonds auf

Manche Betriebe, Soloselbständige und Freiberufler fallen durch das Netz der Corona-Hilfen. Speziell für diese Gruppe haben Bund und Länder einen Härtefallfonds aufgelegt.

Die Härtefallhilfen bestehen in einem Zuschuss von maximal 100.000 Euro zu den förderfähigen Fixkosten des Unternehmens. Die Berechnung der Höhe der individuellen Härtefallhilfen ist grundsätzlich an die Vorgaben zur Überbrückungshilfe des Bundes angelehnt. Die Härtefallhilfen stehen im zweiten Quaral 2022 weiter zur Verfügung.

Zwei Voraussetzungen sind zu erfüllen: Das Unternehmen befindet sich insgesamt in einer existenzbedrohlichen Situation, die auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Im Zeitraum, für den eine Hilfe beantragt wird, besteht keine Antragsberechtigung in einem Corona-Hilfsprogramm des Bundes, des Landes oder der Kommune.

Konditionen und Fristen

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf unserer Sonderseite

 Härtehilfen-Fonds

Krisenberatung Corona

Neben finanziellen Hilfen benötigen viele kleine Unternehmen in der aktuellen Situation niederschwellige Beratungsangebote. Beratungsbedarf besteht häufig in Bezug auf betriebswirtschaftliche Planungsrechnungen und die Sicherstellung der Liquidität.

Die „Krisenberatung Corona“ wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert und ist kostenfrei für die Unternehmen. Es ist lediglich ein Eigenanteil in Höhe der Umsatzsteuer zu leisten. Es können bis zu vier Beratungstage in Anspruch genommen werden. Eine mehrfache Förderung ist ausgeschlossen.

Information und Antrag

Beratungsgesellschaft für Wirtschaft und Mittelstand mbH

 Krisenberatung Corona

Ansprechpartner

Weinhold, Sylvia

07121 2412-133