
Auch in diesem Jahr gehört der Beruf des Elektronikers/der Elektronikerin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im regionalen Handwerk. Foto: amh online
Erneut mehr Auszubildende im regionalen Handwerk
Die Handwerkskammer Reutlingen verzeichnet auch in diesem Jahr ein Plus an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der eingetragenen Lehrverträge zum Ausbildungsbeginn am 1. September um 1,6 Prozent gestiegen. Somit beginnen 1.754 junge Menschen ihre Ausbildung.
„Im vergangenen Jahr konnten wir mit den Lehrverträgen um stolze 4,2 Prozent zulegen. In diesem Jahr gehen wir zwar mit einem leichten Plus von 26 Ausbildungsplätzen ins neue Ausbildungsjahr, aber es ist erneut ein Plus“, freut sich Christiane Nowottny, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Reutlingen. „Nach wie vor bleibt eine Ausbildung im Handwerk in der Region attraktiv, sie bietet sehr gute Perspektiven für junge Berufseinsteigerinnen und -einsteiger.“
Im Gebiet der Handwerkskammer Reutlingen wurden zum Start des beginnenden Ausbildungsjahres 1.754 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Jahr 2024 waren es 1.727 Neuverträge. Im Landkreis Reutlingen gibt es 550 neue Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr 567), im Landkreis Freudenstadt 256 (Vorjahr 240), der Landkreis Sigmaringen verzeichnet 271 Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr 238), der Landkreis Tübingen 359 (Vorjahr 347) und der Zollernalbkreis 318 neue Ausbildungsverträge (Vorjahr 335). Die Landkreise Freudenstadt, Sigmaringen und Tübingen konnten somit in diesem Jahr mit einem Zuwachs an Ausbildungsverträgen aufwarten, während der Landkreis Reutlingen und der Zollernalbkreis einen leichten Rückgang an Lehrlingen verzeichnen. „In den vergangenen Monaten wurde wieder intensiv an der Nach-wuchswerbung im Kammergebiet gearbeitet. Informationsveranstaltungen, Schulkooperationen, Lehrstellenrallyes, Beratungsgespräche und Kampagnen – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Ausbildungsabteilung wurden und werden nicht müde, die Attraktivität der dualen Ausbildung im Handwerk hervorzuheben. Und wie es aussieht, sehr erfolgreich.“
Der Großteil der in diesem Jahr ins Handwerk strebenden Jugendlichen verfügt über die Mittlere Reife (715), gefolgt von Hauptschülerinnen und Hauptschülern (574), Abiturientinnen und Abiturienten (220) sowie jungen Menschen mit Fachhochschulreife (113). Ohne Schulabschluss beginnen in diesem Jahr 132 Jugendliche eine Lehre. Im vergangenen Jahr waren es nur 68 Jugendliche. „Das zeigt, dass Betriebe auch diesen jungen Menschen verstärkt die Chance auf eine Ausbildung im Handwerk geben. Sie wirken dem Fachkräftemangel entgegen und geben praktischen Fähigkeiten, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit den Vorrang gegenüber einem Schulabschluss. So fördern sie Chancengleichheit und berufliche Perspektiven“, sagt Christiane Nowottny. 428 der 1.754 neuen Lehrverträge wurden von Jugendlichen ohne deutsche Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Damit hat sich die Zahl des Vorjahres weit mehr als verdoppelt. Die meisten jungen Menschen ohne deutschen Pass stammen aus der Türkei, Vietnam, der Ukraine und Syrien.
Die meisten Lehrverträge wurden, wie in den vergangenen Jahren zuvor auch, im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik, Elektronik und im Bereich der Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik abgeschlossen.
Kurzentschlossene finden in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer noch über 200 Ausbildungsstellen, die sie ab dem 1. September oder später antreten können. www.hwk-reutlingen.de/lehrstellensuche