Die Umstellung auf eine Online-Umfrage reduziert den Aufwand für die Teilnehmer. Foto: Jenko_Ataman/Adobe Stock

13.01.2026

Konjunkturumfrage kommt ab 2026 per Mail

Die Handwerkskammer Reutlingen führt die Befragung ab diesem Jahr online durch und arbeitet mit einem neuen Dienstleister, dem Marktforschungsunternehmen Schreier aus Plochingen, zusammen.

Wie steht es um das regionale Handwerk? Das fragen die baden-württembergischen Handwerkskammern vierteljährlich ihre Betriebe, um mit einem Konjunkturbarometer die Lage der Unternehmen im Land und den einzelnen Regionen darstellen zu können. Ab Anfang 2026 wird die Umfrage nun auf eine Online-Befragung umgestellt. „Unsere Umfrageteilnehmer erhalten ab sofort eine E-Mail, mit der sie zur Befragung gelangen“, erläutert Christiane Nowottny, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Reutlingen. „Im Vergleich zur bisherigen Telefonumfrage reduziert sich der Aufwand für Betriebe erheblich. Sie können während des Befragungszeitraums jederzeit und zeitunabhängig teilnehmen.“

Die Abfrage, die gemeinsam mit den anderen Handwerkskammern und Handwerk BW durchgeführt wird, bringt anonymisierte, aber korrekt gewichtete und aussagekräftige Daten hervor. Angeschrieben werden alle für die Konjunkturerhebung relevanten Gewerke. Dabei werden die Unternehmen nach ihrer wirtschaftlichen Lage gefragt: Umsatz, Betriebsauslastung, Geschäftslage und Auftragsbestand sind die maßgeblichen Indikatoren, die in die Betrachtung einfließen und in Summe Stimmung und Konjunkturlage des Handwerks beschreiben. „Diese Konjunkturdaten helfen uns, die Bedürfnisse der Unternehmen in Richtung Lokal-, Landes- und Bundespolitik, aber auch bei anderen Ansprechpartnern schlagkräftig zu vertreten“, betont Nowottny. 

Ab Januar arbeiten die baden-württembergischen Handwerkskammern mit einem neuen Dienstleister zusammen. Das Institut Schreier, ein Marktforschungsunternehmen aus Plochingen, verfügt über jahrelange Erfahrung und Know-how in diesem Bereich. Wichtig für die praktische Durchführung: Die E-Mail mit dem Aufruf zur Teilnahme kommt nicht von der Handwerkskammer, sondern von einer E-Mail-Adresse des Partners. Die Kammer zählt darauf, dass die angeschriebenen Betriebe die vierteljährliche Umfrage unterstützen. „Mit ihrem Stimmungsbild können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die politische Arbeit des Handwerks maßgeblich voranbringen“, erläutert Nowottny. „Jede einzelne Rückmeldung ist wichtig.“