22.09.2005

Ein Praktikum erleichtert die Berufswahl

Für viele Schüler beginnt nach den Sommerferien ihr letztes Schuljahr. Abgesehen von den Abschlussprüfungen kommt dann die Entscheidung auf sie zu, welchen Weg sie einschlagen wollen und welcher Beruf für sie der richtige ist.

Um den Übergang von der Schule in den Beruf vorzubereiten und optimal in die Ausbildung starten zu können, ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen rechtzeitig informieren.

Einer Erhebung des Deutschen Jugendinstituts zufolge spielen – neben der Berufsvorbereitung im Unterricht und der Unterstützung durch Eltern und Freunde – Praktika die wichtigste Rolle bei der Berufsorientierung. Jugendliche in den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb können für die Suche nach einem Praktikum einen besonderen Service der Handwerskammer nutzen.

Unter www.hwk-reutlingen.de/ausbildung finden sie eine Praktikumsbörse sowie viele wertvolle Informationen rund um die Berufswahl.

Fast alle (96 Prozent) der in der Studie „Schule – und dann?“ befragten Hauptschulabgänger im letzten Schuljahr haben während ihrer Schulzeit mindestens ein Praktikum gemacht.

Dass es für die Berufswahl „etwas gebracht hat“, sagen 83 Prozent von ihnen, über die Hälfte gab sogar an, dass es ihnen „sehr viel“ bei der Berufswahl geholfen habe.

Im Praktikum bekommen die Schüler ein reales Bild des Berufes und der praktischen Arbeitszusammenhänge vermittelt. Außerdem können sie sich eine gute Vorstellung von den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten machen.

Aus diesen Gründen schneiden Praktika als eine der möglichen Hilfestellungen für die Berufswahl, im Vergleich zum Beispiel mit Eignungstests, am besten ab. Oft sind die Vorstellungen, in welche Richtung es nach der Schule weitergehen soll, bei den Jugendlichen ziemlich diffus.

Deshalb ist es wichtig, das Thema Berufswahl anzupacken. Ein Jahr vor dem Abschluss ist dabei keineswegs zu früh: „Wir können Schülern, die Interesse an einem Praktikum haben, dabei helfen, einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden“, erläutert Karl-Heinz Goller, Leiter der Ausbildungsabteilung der Handwerkskammer Reutlingen. „Die Aussichten, in einem Betrieb einen Ausbildungsplatz zu bekommen, in dem der Jugendliche bereits mitgearbeitet hat, sind sehr gut.“

Auch für diejenigen, die schon eine klare Vorstellung von ihrem Berufswunsch haben, lohnt es sich, Informationen einzuholen. „Vielleicht stecken hinter der Berufsbezeichnung andere Tätigkeiten als gedacht und der Jugendliche kann durch das Praktikum vermeiden, die falsche Richtung einzuschlagen“, erklärt Goller. „Sollte die angestrebte Berufsausbildung nicht zu verwirklichen sein, weiß der Bewerber schon, welche Berufe ähnlich sind, und kennt Alternativen“.

Weitere Informationen: www.handwerks-power.de