Richtige Mischung: Geschäftsführerin Claudia Besch erläutert, was ihre Maschinen auszeichnet.

10.06.2011

Individuell gefertigt

Die Ki Mi Do GmbH in Horb stellt Misch- und Dosiersysteme für die Beton- und Baustoffindustrie her.

Das 1983 gegründete Unternehmen ist einer von drei Spezialanbietern in Europa. Die Kundschaft ist international. Ki Mi Do-Maschinen werden nach Südafrika, Japan und Australien geliefert. Der Exportanteil liegt zwischen 60 und 95 Prozent.

Den deutschen Markt hingegen schätzen die Geschäftsführer Mathias Kindler und Claudia Besch als schwierig ein. Grund sei ein akuter Investitionsstau, der im Krisenjahr 2008 einsetzte und noch längst nicht überwunden sei. „Einzelne Projekte liegen seit rund drei Jahren auf Eis“, erläutert Besch. Eine Herausforderung für den Sondermaschinenbauer, der von der Beratung über die Entwicklung bis zur Produktion sämtliche Leistungen unter einem Dach anbietet.

„Wir fertigen individuell. Entsprechend hoch sind unsere Vorleistungen“, ergänzt Kindler. Der Arbeitsmarkt bereitet Sorgen. „Wir kommen nicht an qualifizierte Leute ran“, fasst Besch ihre Erfahrungen zusammen. Das klassische Zeitungsinserat hat ihrer Meinung nach ausgedient, weil es „kaum noch qualifizierte Bewerber anspricht“. Die Suche nach Mechatronikern, die bis in den norddeutschen Raum führte, blieb erfolglos. Deshalb plant Kindler, den Nachwuchs künftig selbst auszubilden: „Die Vorteile für einen spezialisierten Betrieb überwiegen.“

www.kimido.com