Geschäftsführerin Kristin Müller-Maier will das Image der dualen Ausbildung verbessern.

24.10.2013

Systempartner der Industrie

Antriebstechnik und Elektrowärme sind die beiden Geschäftsfelder, auf denen die G. Maier Elektrotechnik GmbH in Reutlingen tätig ist. 20.000 Antriebe für alle nur erdenklichen Einsatzarten sind im Lager vorrätig, werden auf Funktion und Effizienz geprüft, gewartet und repariert. Wenn Motoren versagen, steht die Produktion. Das kostet. „Der Zeit- und Kostendruck ist hoch“, sagt Geschäftsführerin Kristin Müller-Maier.

Im Bereich Wärmetechnik ist das 1934 gegründete Unternehmen ein gefragter Entwicklungspartner der Automotive-Branche, des Maschinenbaus und der  Medizintechnik. Die Aufgaben seien komplex, betont die studierte Betriebswirtin und Ingenieurin. „Wir entwickeln Sonderlösungen, die Energieeffizienz und hundertprozentige Prozesssicherheit gewährleisten müssen.“ So konnte durch ein verbessertes Wärmesystem die Ausfallquote von Bauteilen, die bei der Montage von Airbags benötigt werden, von 30 auf null Prozent gesenkt werden. Sämtliche Prozessschritte, von der Entwicklung über die Projektierung bis zur Fertigung sind unter einem Dach vereint.

Ohne qualifiziertes Personal wäre das nicht möglich. 30 Mitarbeiter und zwei Auszubildende werden zurzeit beschäftigt. Der von vielen Betrieben beklagte Fachkräftemangel ist bislang kein Thema. „Wir finden gute Leute“, sagt Müller-Maier. Dennoch sieht sie mit Sorge, dass immer weniger Jugendliche den Weg in die duale Ausbildung finden und sich die Mehrheit für ein Studium entscheidet. Müller-Maier hält einen Bewusstseinswandel für nötig und möglich. Ihre Botschaft: „Leute, die eine Ausbildung oder den Meister machen, haben einen Top-Job.“

www.maier-elektrotechnik.de