Effinzienter trennen, billliger produzieren: Andreas Weidner (li.) erläutert die Vorteile des von ihm entwickelten Verfahrens.

23.04.2011

Trenntechnik aus Meßkirch

Kürzere Bearbeitungszeiten, eine deutlich höhere Materialeffizienz, mehr Arbeitssicherheit – das von Andreas Weidner entwickelte Ringtrennverfahren setzt auf mehreren Gebieten neue Maßstäbe.

Ringe bis 9000 mm Durchmesser können in einer Aufspannung getrennt, weiter bearbeitet und schließlich automatisch und damit sicher abgelegt werden. Ein Vergleich der Trennzeiten zeigt das wirtschaftliche Potenzial der Weltneuheit: je nach Material sind gegenüber den klassischen Verfahren mittels Bandsäge oder Abstechen Einsparungen von bis zu 90 Prozent möglich.

Gleichzeitig sinkt der Materialverbrauch beim Trennschnitt um bis zu 60 Prozent. Teures Material kann so besser genutzt werden. Eine Qualität, die im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Materialeffizienzpreis ausgezeichnet wurde. Von 1998 bis 2008 dauerte es, bis der Prototyp fertig war.

Weidner, der sein Unternehmen 2000 im Nebenberuf gründete, zielt auf internationale Märkte. Die findet er überall dort, wo große Ringe, Wellen und Rohre benötigt werden, etwa beim Bau von Windenergieanlagen, im Schiffsbau, in Hüttenwerke und vielen anderen Anlagen.

Der Maschinenbaumechaniker-Meister möchte seine Entwicklung als Dienstleister mit eigener Lohntrennerei und als Konstrukteur und Maschinenbauer vermarkten. Das Vertriebsnetzwerk ist bereits geknüpft, Anfragen und Aufträge liegen vor, Einstellungen sind geplant. Im Gründerzentrum in Meßkirch ist es zu eng geworden. Weidner sucht neue Räume im Landkreis.