07.12.2005

Vorbild sein

„Wer vorbildliches Verhalten einfordert, der muss vor allem anderen selbst auch Vorbild sein.“ Diesen Rat gab Joachim Möhrle, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, den Gästen der Abschlussfeier zum Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) der Handwerksjugend in Freudenstadt mit auf den Weg.

Möhrle konnte sich jedenfalls vor zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie den Ausbildungsbetrieben und Angehörigen über die vorbildliche neue Generation des Handwerks freuen, die auch in diesem Jahr landes- und bundesweit hervorragende Ergebnisse vorweisen kann.

„Leider erfährt diese Leistung nicht immer die Würdigung, die sie verdient“, so Möhrle. „Und leider verkennen auch viele Jugendliche die Chancen, die eine Ausbildung und eine Karriere im Handwerk bieten. Der Grad an höherer Eigenverantwortung, die besseren Möglichkeiten, sich selbst in die Arbeit einbringen zu können und auch die Entwicklungsmöglichkeiten - all das bleibt allzu oft ausgeklammert.“

Jugendliche würden sich schließlich eine interessante Arbeit wünschen, die Spaß mache, die Sicherheit vor Arbeitslosigkeit biete und die abwechslungsreich und vielfältig sei. Sie würden hoffen, die eigenen Fähigkeiten zur Geltung zu bringen, und Sie wollten stolz auf die Ergebnisse sein, die Sie hervorbringen.

Die Siegerinnen und Sieger des praktischen Leistungswettbewerbs hätten jedenfalls, so Möhrle, die Chancen bestens genutzt, die das Handwerk biete, und deshalb gebühre ihnen höchste Anerkennung.

Von den 192 teilnahmeberechtigten Handwerkerinnen und Handwerkern aus dem Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen hatten sich in diesem Jahr zunächst 74 als Erste, Zweite und Dritte Kammersieger behaupten können.

Als Landessieger konnten sich von den 21 Besten dreizehn für den Wettkampf auf Bundesebene qualifizieren - mit einem weiteren außergewöhnlichen Erfolg: Neun von ihnen wurden am 26. November 2005 in Düsseldorf für ihre Leistungen als Bundessieger ausgezeichnet.

Als Anerkennung für Ihre Leistungen erhielten in Freudenstadt alle Sieger kleine Geschenke, die Bundessieger zusätzlich jeweils einen Scheck. Den erfolgreichen Teilnehmern winkt darüber hinaus eine Förderung im Bereich der beruflichen Weiterbildung mit bis zu 1800 Euro über drei Jahre.