
Die Tischler absolvierten ihren Wettbewerb in der Bildungsakademie Tübingen: Marco Ludäscher (2. Kammersieger), Tabea Berg (1. Kammersiegerin) und Aran Raiser (3. Kammersieger).
Die besten Nachwuchskräfte im regionalen Handwerk sind gekürt: Im Kammerbezirk der Handwerkskammer Reutlingen stehen die Kammersiegerinnen und Kammersieger der „Deutschen Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills“ 2026 fest. Insgesamt wurden 77 Gesellinnen und Gesellen ausgezeichnet, davon 41 mit einem ersten, 24 mit einem zweiten und 12 mit einem dritten Platz. Sie kommen aus den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb und zeigen, wie leistungsstark die betriebliche Handwerksausbildung in der Region ist.
„Unsere Kammersiegerinnen und Kammersieger beweisen eindrucksvoll, wie viel Können und Verantwortung im Handwerk steckt“, sagt Christiane Nowottny, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Reutlingen. Eine gute Platzierung sei nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern öffne auch Türen für die weitere berufliche Entwicklung, so Nowottny.
Ein Blick in die Siegerlisten zeigt eine große Bandbreite an Berufen: Vom Brauer und Mälzer über Zweiradmechatroniker, Gebäudereiniger und Mechatroniker für Kältetechnik bis hin zu eher seltenen Gewerken wie Seiler, Bestattungsfachkraft, Metallblasinstrumentenmacherin oder Buchbinderin ist vieles vertreten. Mehrere Maßschneiderinnen aus der Heimschule Kloster Wald unterstreichen zudem die hohe Qualität spezialisierter Ausbildungsstätten. Auffällig ist, dass junge Frauen auch in nach wie vor männlich geprägten Berufen, etwa im Maurerhandwerk oder in technischen Gewerken, vordere Plätze belegen. „Die Vielfalt der Berufe und die hohe Qualität der Prüfungsleistungen zeigen, dass das Handwerk attraktive Perspektiven bietet – ganz gleich, ob kreativ, technisch oder körperlich anspruchsvoll“, betont Nowottny. Sie verweist zugleich auf die Bedeutung der Ausbildungsbetriebe, die ihre Nachwuchskräfte fördern und ihnen anspruchsvolle Aufgaben übertragen.
Für die erstplatzierten Kammersiegerinnen und Kammersieger geht es nun auf Landesebene weiter; die Besten können sich anschließend im Bundeswettbewerb mit den Siegerinnen und Siegern aus ganz Deutschland messen. Dort winkt ihnen unter anderem die Chance auf ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung.
Die Tischler absolvierten ihren Wettbewerb in der Bildungsakademie Tübingen: Marco Ludäscher (2. Kammersieger), Tabea Berg (1. Kammersiegerin) und Aran Raiser (3. Kammersieger).