Acht Landessiege bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk

Ob Beratungsgespräch, Versorgung von Verstorbenen oder die Arbeit in der Werkstatt – Emily Bayer schätzt die Vielfalt an ihrem Beruf.

Acht junge Menschen aus der Region sicherten sich in ihrem Gewerk den Landessieg. Ergänzt wird dieses Ergebnis durch fünf zweite und sechs dritte Plätze auf Landesebene. Insgesamt stehen damit 19 Junghand-werkerinnen und Junghandwerker aus dem Kammerbezirk auf dem Siegertreppchen.

Auffällig ist dabei die starke Präsenz von Frauen: Acht der 19 Platzierten sind Handwerkerinnen – von der Bestattungsfachkraft über die Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, die Metallblasinstrumentenmacherin und die Maßschneiderin bis hin zur Sattlerin, Buchbinderin und Kauffrau für Büromanagement. Sie zeigen gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen, dass Spitzenleistungen im Handwerk heute selbstverständlich weiblich und männlich sind.

Die Liste der Landessiegerinnen und Landessieger liest sich wie ein Streifzug durch die Vielfalt des Handwerks im Südwesten. Zu den ersten Plätzen zählen unter anderem:

  • Emily Bayer (Kirchentellinsfurt), Bestattungsfachkraft – sie steht für einen Beruf, in dem handwerkliches Können, Organisationstalent und ein hohes Maß an Empathie und Feingefühl zusammenkommen. Als Bestattungsfachkraft begleitet sie Menschen in Ausnahmesituationen und sorgt zugleich dafür, dass Abschiednehmen würdevoll gestaltet werden.
  • Max Höritzer (Tübingen), Dachdecker – er steht für ein Gewerk, das bei Themen wie Klimaschutz, Energieeffizienz und Wohnen eine Schlüsselrolle spielt.
  • Tamara Prieler (St. Johann), Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei – sie verbindet handwerkliche Tradition mit direktem Kundenkontakt und zeigt, wie wichtig qualifizierte Fachkräfte für die Versorgung vor Ort sind.
  • Jonas Schmid (Geislingen), Glaser, Fachrichtung Fenster- und Glasfassadenbau – sein Beruf prägt das Erscheinungsbild moderner Architektur und trägt wesentlich zur Energieeffizienz von Gebäuden bei.
  • Maximilian Degraf (Albstadt), Hörakustiker – ein Gewerk, in dem Präzision, medizinisches Grundverständnis und der unmittelbare Nutzen für die Lebensqualität der Menschen zusammenkommen.
  • Silas Gutekunst (Schenkenzell), Land- und Baumaschinenmechatroniker – als Spezialist für schwere Technik sichert er Funktion und Einsatzbereitschaft von Maschinen, die auf Baustellen und in der Landwirtschaft unverzichtbar sind.
  • Maren Kinne (Meßkirch), Maßschneiderin, Schwerpunkt Damen – sie steht für Individualität, Kreativität und hochwertige Verarbeitung in der Bekleidungsbranche.
  • Valentin Eugen Schoser (Burladingen), Seiler – ein traditionelles Gewerk mit hoher Spezialisierung, das von Kletter- und Sicherheitstechnik bis zur Landwirtschaft vielfältige Einsatzfelder hat.

Für die acht Erstplatzierten aus dem Kammerbezirk geht der Wettbewerb nun auf Bundesebene weiter. Dort treten sie gegen die besten Nachwuchskräfte ihres Berufs aus ganz Deutschland an. Wer sich hier durchsetzt, darf sich „Bundessiegerin“ oder „Bundessieger“ nennen – eine Auszeichnung, die für herausragende Leistung und exzellente Ausbildung steht und oft den Startpunkt einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn markiert.

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